Abschlussbericht – Sommer-Jugendtreff 2016 in Dorsten

von Anna Ohanoglu

DSC_0286

Ganz traditionell – und doch immer ganz anders – trafen sich auch dieses Jahr wieder zahlreiche junge Leute zum armenischen Jugendtreff in Dorsten, einem kleinen Städten im Ruhrgebiet. Weit abgeschieden in einer typischen Jugendherberge mitten im Wald, hatten wir die Möglichkeit ganz wir selbst zu sein.

Wie immer wurde gesungen, getanzt, gelacht, diskutiert und neue Bekanntschaften geschlossen. Wo man herkommt, ob man armenisch spricht, Ahnung von armenischer Kultur hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist einfach, sich zu treffen und kennenzulernen und die Möglichkeit zu haben, gemeinsam Zeit zu verbringen.

Unter diesem Motto stand auch der erste Abend. Nachdem einige lange, andere etwas kürzere Anfahrten hinter sich gebracht hatten, wurden die Zimmer aufgeteilt und die Mägen gefüllt. Später kamen dann alle zusammen und es wurden Kennenlernspiele gespielt, unter anderem gab es auch ein Speed-Dating. Die Stimmung war von Anfang an locker und familiär.

Das Junge Armenier-Team hatte sich bei der Planung die Kritik der letzten Male zu Herzen genommen und so war das Programm sowohl interessant und unterhaltsam, als auch durch genügend Pausen entspannt.

Die Referenten waren unter anderem Ani Smith-Dagesyan (Jugendbeauftragte des ZAD), welche mit ihrem Vortrag eine politische Bilanz über die Leugnungspolitik des Völkermordes zog oder auch Aykun Kasakyan, der den Studentenclub HAIK e.V. vorstellte. Besonders interessant und interaktiv gestaltete Sevan Hambarsoomian seine Einheit über uns – die Armenier in Deutschland. Informativ war auch der Vortrag Krikor Manugians, der uns durch seine persönlichen Erfahrungen erzählte, welche Möglichkeiten es gibt, seinen zwangstürkisierten Nachnamen zu ändern. Auch bei Yeksas und Alberts (Mitglieder des Junge Armenier-Teams) Gesangsworkshop waren alle motiviert neue oder bekannte armenische Lieder einzuüben, welche wir dann sonntagabends lautstark am Lagerfeuer sangen.

Zusätzliche Highlights waren das Mitfiebern bei dem Eurovision Song Contest und die typische Party samstagnachts, bei der die Leute so gut drauf waren, dass sie sogar nach dem Abbau des DJ-Pults ihre Handys an die Boxen anschlossen um weiterzutanzen. Beim abschließenden Xorovac-Grillen sonntags und Lagerfeuer mit Marshmallows konnten wir uns noch einmal alle zusammen gemütlich zusammensetzen und das Wochenende Revue passieren lassen.

Da dies der letzte Jugendtreff von Yeksa als Organisatorin und Mitglied der Jungen Armenier war, möchten wir uns öffentlich für Ihr Engagement, ihre Kraft und ihren Zeitaufwand bedanken. Sie hat den Jugendtreff mit ihrer Persönlichkeit geprägt und geformt. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre Zukunft und hoffen, sie trotzdem wieder auf einem zukünftigen Jugendtreff zu sehen!

— Hier zu den Fotos des Events —