Recognize Genocide

Team Junge Armenier

Als einer der ersten Völkermorde des 20. Jahrhunderts wurde der Völkermord an den Armeniern, Aramäern, Assyrern und Pontosgriechen zum Vorläufer für darauf folgende Völkermorde und somit zum Prototyp moderner Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie sie fortgesetzt in Kambodscha, Ruanda, Darfur und während des Holocausts stattfanden.

Die Leugnung eines Völkermordes und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere ethnische Säuberungen dar, die heute nach wie vor stattfinden!

Einen Völkermord zu leugnen, heißt ihn weiterzuführen, da die Leugnung eines Völkermordes als dessen letzte Stufe angesehen wird. Folglich endet ein Völkermord erst mit der Anerkennung der Straftat seitens der Täter.

| Stoppt das Schweigen
| Stoppt die Leugnung des Völkermordes seitens der Türkei
| Deutschland, stell dich deiner Verantwortung
#recognize genocide 1915

#openwounds1915 #recognizegenocide

Abschlussbericht: Armenischer Sommer Jugendtreff 2014 in Mölln

Team Junge Armenier

von Ani und Taline Akkaya

Am Freitag, dem 06.06.2014 reisen wir, etwa 70 Jugendliche aus ganz Deutschland nach Mölln, um dem traditionsreichen Event des “Team Junge Armenier”, der Jugendorganisation des ZAD, beizuwohnen.

Auch dieses mal waren wieder jede Menge neue Gesichter zu entdecken und die Aufregung und Vorfreude aller Teilnehmer waren im Raum deutlich spürbar.

Neben Spiel, Spaß, Sport und Sprachpflege stehen Kunst, Kultur und natürlich das Kennenlernen neuer Gesichter auf dem Programm. Nach der Ankunft und Zimmerverteilung haben wir uns erstmal zusammen in einem Raum der Herberge vor einer großen Leinwand breit gemacht und uns das Fußballspiel, Deutschland gegen Armenien, gemeinsam angesehen. Nach 90 Minuten steht der Spielstand, wie zu erwarten, für Deutschland mit einem siegreichen 6:1.

Nach der ersten langen Nacht startet am nächsten Tag das offizielle Programm. Ashot Smbatyan vom Botschaftsrat und ständiger Vertreter des Botschafters ist zu Gast und klärt uns über die Funktionen des Botschaftsrats auf. Außerdem hält er auch einen informativen Vortrag über die Außenpolitik Armeniens. Auch Tamar Hamouchian vom Vorstand des ZAD ist anwesend und hat uns Jugendliche animiert, bei den Workshops aktiv mitzuwirken und uns außerdem einen unterhaltsamen Aufenthalt gewünscht. Anschließend schlendern alle Jugendliche gemeinsam zum nahegelegenem See, da das gute und sehr warme Wetter geradezu dazu einlädt. Nun stehen Volleyball, Schwimmen und am Strand liegen, um einfach zu entspannen auf der Tagesordnung. Nach dem erholsamen Ausflug kehren wir jungen Armenier zurück zu unserer Herberge und es werden uns als nächstes gegrilltes Essen mit abschließendem Lagerfeuer dargeboten, begleitet von armenischen Volksliedern, die von Yeksa Bakircian eingestimmt werden. Auf dem weiträumigen Platz, welcher an der Herberge grenzt, sitzen wir im Kreis gemeinschaftlich beisammen. Es wird der Vorschlag gemacht, dass jeder der Reihe nach erläutern soll, was genau er mit “Armenien” assoziiert. Als dabei die Runde gemacht wird, ergeben sich die unterschiedlichsten Antworten, wie zum Beispiel Stolz, Gemeinschaftsgefühl, Gastfreundschaft, aber leider auch der Völkermord von 1915.

Der nächste Tag, ein Sonntag, beginnt mit dem Empfang des Pfarrers Gnel Gabrielyan, der Gemeindepfarrer in Norddeutschland, welcher uns fundamentale Themen bezüglich der Bibel und der Glaubenslehre Jesu lebhaft erläutert und dabei auch sorgfältig auf unsere Fragen eingeht. Nach der Mittagspause folgt ein Vortrag über den Völkermord an den Armeniern von Annika Toerne, die als Vertreterin des Instituts für Diaspora und Genozidforschung erscheint. Nach diesem Vortrag machen sich wieder alle Jugendliche auf dem Weg zum See, um sich die verdiente Erfrischung im kühlen Wasser zu holen. Ein Teil der Gruppe hat sich auch zwei Ruderboote gemietet und somit beginnt ein Wettrudern, in dem die andere Hälfte der Jugendlichen den Ruderern vom Steg aus lauthals mit “Hayastan!” zujubeln. Nach diesem Abstecher auf See ging es wieder zurück in die Jugendherberge, wo uns als nächstes ein Tanzworkshop erwartet, welcher von Anna Babayan geleitet wird. Hier führte sie uns zunächst in die Symbolik der Tänze von Sassoun ein und erklärte uns deren Ursprung. Die kämpferischen Bewegungen imitieren die stolzen Adler und repräsentieren somit die Kampfstärke und den Stolz der Einwohner Sassouns.

Daraufhin folgt ein Einstieg in die traditionellen Tänze, an dem wir Teilnehmer uns alle beteiligen können, indem wir gemeinsam im Halbkreis tanzen. Zuerst fällt es den meisten schwer, sich an die oftmals herrischen und graziösen Bewegungen zu gewöhnen, aber nach einer gewissen Zeit hat man den Dreh raus und findet viel Spaß daran! Übung macht wohl echt den Meister!

Dieser ereignisreiche Tag wird als Krönung mit einer Party abgeschlossen, in der sowohl armenische als auch moderne Mainstream Musik abgespielt wird, gemixt von unseren DJ Vahik und DJ Abo. Es versteht sich von selbst, dass die Nacht natürlich komplett durchgefeiert wird, kaum einer legt sich schlafen, weil wir alle noch die letzte gemeinsame Zeit genießen und in vollen Zügen auskosten wollen.

Am nächsten Morgen versammeln wir uns nach der Schlüsselrückgabe der Zimmer zusammen und bekommen die Gelegenheit, uns die Bilder der letzten Tage anzugucken. Dies ist wohl immer der traurigste Abschnitt des Jugendtreffs, da man viele neue Bekanntschaften schließt und der Abschied dennoch so schnell erfolgt. Man freut sich natürlich auch gleichzeitig aufgrund der schönen Erfahrungen, die man zusammen gemacht hat und der lustigen Momente, die man gemeinsam erlebt hat. Mit einem glücklichen und traurigen Gefühl zugleich folgt schließlich die Heimreise – und daraufhin der Countdown bis zum nächsten Jugendtreff.

Armenischer Sommer Jugendtreff 2014 - Mölln

PDF: SJT2014 Abschlussbericht

Bilder: SJT2014 Galerie

Der armenische Sommer Jugendtreff 2014 in Mölln

Team Junge Armenier

Freitag, 06. – 09. Juni 2014

Am Ziegelsee 2, 23879 Mölln

Jugendherberge Mölln

Flyer Armenischer Sommer Jugendtreff 2014 in Mölln

Liebe Armenierinnen und Armenier,

endlich ist es soweit, der Sommer-Jugendtreff 2014 wird vom 06.Juni bis zum 09.Juni stattfinden!

Dieses Mal haben wir uns wieder für das schöne Städtchen Mölln im hohen Norden Deutschlands entschieden. Es liegt ca. 50 km von Hamburg entfernt und bietet den perfekten Rahmen für unseren diesjährigen Sommerjugendtreff. Die Herberge befindet sich mitten in einem wunderschönen Naturpark mit 11 Seen, die gerade die Besonderheit und Schönheit dieser Umgebung ausmachen. Da die Unterkunft direkt an einem der zahlreichen Seen liegt, eröffnet sie mit ihrer tollen Landschaft viele Freizeitmöglichkeiten für unsere Jugendlichen.

Das große Außengelände bietet ausreichend Platz für unterschiedliche Sportaktivitäten – nämlich Fußball, Beachvolleyball, Tischtennis, Basketball-, einen großen Lagerfeuerplatz für gemütliche Sommerabende und vor allem einen Grillplatz, um unser legendäres „Xovovaz-Fest“ zu feiern.

Wenn wir euer Interesse angeregt haben und Ihr das Bedürfnis bekommen habt Gleichgesinnte kennenzulernen, interessante Diskussionen zu führen, Projektideen zu entwickeln, Veranstaltungen zu planen und mehr über eure Wurzeln, Kultur und die Geschichte Armeniens zu erfahren, dann seid ganz herzlich zu unserem Sommer-Jugendtreff 2014 eingeladen!

Die Online-Anmeldung ist eröffnet und in kürze folgen weitere Informationen zum Programm und vieles mehr! Die Teilnehmerplätze sind begrenzt auf 80 Personen, deshalb schnell anmelden!!!

Wir freuen uns auf euer Kommen, euer Engagement und Eure Kreativität, nehmt teil an Vorträgen, Workshops und gestaltet damit die Jugendarbeit aktiv mit!

Wer darf kommen? – Alle Armenier/inen im Alter von 16 – 35 Jahren

Wo kann ich mich Anmelden? – Hier auf dieser Seite!

Eure Jugendorganisation Junge Armenier

Abschlussbericht: Winter Jugendtreff 20.-23.12.2013 in Bad Kissingen

Team Junge Armenier

Der WJT 2013 konnte einen Höhepunkt verzeichnen, wie es ihn schon seit längerem nicht mehr gab: 89 Jugendliche aus ganz Deutschland reisten am 20.12.2013 nach Bad Kissingen, um dem traditionsreichen Event des „Team Junge Armenier“, der Jugendorganisation des ZAD, beizuwohnen. Wie jedes mal, waren auch dieses mal wieder jede Menge neue Gesichter zu entdecken und wie jedes mal war die Begeisterung nicht zu bändigen und die Tränen zum Abschied nicht zu stoppen.

WJT13

Das Konzept der 4-Tage-Veranstaltung scheint ein wahres Erfolgsrezept zu sein: Während das Programm Freitags spät beginnt und Montags früh endet, um allen genügend Zeit für die, häufig gemeinsam geplante und in Fahrgemeinschaften organisierte, An- und Abreise zu lassen, werden die Wochenendtage voll ausgenutzt. Neben Spiel, Spaß, Sport und Spracherwerb (bzw.-pflege) stehen Kunst, Kultur, Kenntniserwerb und natürlich das Kennenlernen auf dem Programm. Dieses wurde am Freitag mit entsprechenden Spielen unterstützt, nachdem sich alle an dem ausgiebigen Buffet sattessen durften, das uns freundlicherweise den ganzen Abend und die ganze Nacht über zur Verfügung gestellt wurde. Highlights waren auch, wie jedes mal, die von HayFM organisierte Party am Samstagabend sowie das von den fleißigen Teilnehmern zubereitete Xorovaz mit über 40kg (!) Steaks, mit Grillwürstchen und mindestens ebenso vielen Salaten verschiedenster Sorten sowie mit echtem armenischem Lawasch! An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank allen Teilnehmern für die Unterstützung!

Ebenso zu Dank verpflichtet sind wir unseren ganz besonderen Gästen, die sich unentgeltlich dazu bereiterklärt haben uns mit ihren Vorträgen und Workshops zu bereichern. Namentlich waren dies dieses mal: Anush Chakhlayan, welche als Lehrerin der größten armenischen Tanzgruppen Deutschlands einen sehr erfolgreichen Tanzworkshop bei uns veranstaltete, Gayane Eisler, Doktorandin am Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit ihrem Vortrag über Armenien in der Zeit vor dem Völkermord und Shushan Tumanyan von der Goethe-Universität, die über die Rolle der armenischen Sprache in der Identitätsbildung der Armenier referierte.

Außerdem erzählte Aren Maydali von seinem Auslandsjahr in Armenien, welches er über Birthright Armenia absolvierte. Dabei teilte er nicht nur seine dort gesammelten Erfahrungen, sondern gab auch konkrete Hilfestellungen zur Organisation solch eines Auslandsjahres. Andreas vom JA-Team schlussendlich moderierte eine Diskussionsrunde zu den Möglichkeiten, die der armenischen Jugend bzgl. der Organisation von Veranstaltungen für den April 2015 zur Verfügung stehen.

Die Mischung aus solchen lehrreichen Vorträgen und Workshops einerseits und genügend Freizeit andererseits war zusammen mit der aktiven Werbung auf Facebook der Schlüssel, um die Teilnehmerzahlen wieder in solche Höhen zu bringen.