Morgenland Festival Osnabrück

22. – 26. Juli 2015
St. Marien
An der Marienkirche 11, 49074 Osnabrück

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Das elfte Morgenland Festival Osnabrück findet vom 22.-26.7.2015 statt und richtet seinen Fokus auf Armenien.

Armenien – das Land im Kaukasus, umschlossen von Georgien, der Türkei, Aserbaidschan und Iran. Ein Land mit so wechselvoller wie schmerzvoller Geschichte, mit einer zauberhaften eigenen Schrift; das Land, welches als erstes das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Ganz nah steht der Ararat, und hier soll nach der Legende Noah mit seiner Arche nach langer Fahrt wieder an Land gekommen sein.

Die armenische Musik unterscheidet sich sehr von der persischen, arabischen und türkischen, und doch hat sie diese beeinflusst und ist von diesen beeinflusst worden. Und, fast immer hat sie etwas Melancholisches. Als wolle sie die Katastrophe des armenischen Volkes beschreiben: 1915.

Das Osmanische Reich hatte immens an Land und Macht verloren und man beschuldigte die Armenier, im Krieg an Seite der – feindlichen – russischen Glaubensbrüder zu kämpfen. Die ‚Jungtürken‘, die gerade die Macht übernommen hatten, beschlossen, die Armenier systematisch umzubringen. Der erste Genozid des 20. Jahrhunderts kostete Hunderttausenden Menschen das Leben. Millionen Armenier leben bis heute in der Diaspora, auf der ganzen Welt verstreut. Sie haben ihr Leben neu erfinden müssen. Nur wenige überlebten die Hungermärsche nach Syrien, von wo ihre Nachkommen jetzt wiederum auf der Flucht vor der Barbarei des selbsternannten „Islamischen Staates“ sind.

Fast alle unsere Freunde aus Syrien und Irak mussten ihre Heimat verlassen. Ihnen und allen Menschen, die auf der Flucht sind, widmen wir dieses Festival.

Quelle: http://www.morgenland-festival.com/
Programm: http://www.morgenland-festival.com/2015/Programm.pdf